Ich habe ja nie verstanden, wieso man einen Sündteuren Sarg braucht. Es ist ja nicht so, als würde man einen sündteuren Luxussarg noch genießen können. Aber mit dem Tod ist eben gutes Geld zu machen, und deshalb werden den Bestattern so schnell die Ideen nicht ausgehen.
Wissen Sie, womit man ebenfalls ordentlich Kohle scheffeln kann? Na mit verklärter Heimatliebe und Hurrah-Patriotismus natürlich! Und so wundert es mich nicht besonders, dass irgend ein findiger Unternehmer Früher oder Später auf die Idee gekommen ist, den Tod und die Heimat zu verbinden. Gerade in Kärnten, wo die Grenzen noch mit Blut gezogen wurden, wie es wahre Männer eben so machen, war diese Kombination wirklich nur eine Frage der Zeit.
Der Chef des Heimatwerkes setzt sich jetzt also für den Kärntner Heimatsarg ein. Überrascht mich nicht besonders. Heimatverbunden bis zum bitteren Ende, so wird in Kärnten schließlich wahre Liebe zum Heimatland gezeigt.
Ich finds nicht etwa geschmacklos sondern einfach nur noch dämlich. Aber es hat ja schon immer Menschen gegeben, die für jeden noch so idiotischen Müll ihr Geld zum Fenster rauswerfen mussten. Wenigstens ist dies ein Kärntner Brauchtumsmuster, das mir mal nicht beim täglichen Spaziergang in Klagenfurt die Augen verbrennt.
So, und beim nächsten Mal reden wir über den unsäglichen Trend, jede tragbare Fläche mit Pleamlen zu bedrucken.
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