U-Berg Zeit is. Klar, dass sich in Klagenfurt ein paar Demonstranten vom linken Spektrum aufhalten. Da hab ich grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, was ich allerdings von ihren antiquierten Sprüchlein und ihrem Auftreten halte, steht in meinem Augenzeugenbericht von einer Demonstration, die sich vor einiger Zeit durch Klagenfurt schlängelte.
Nun trug es sich gestern auch zu, dass ein paar Menschen am Nachmittag durch die Innenstadt von Klagenfurt zogen, um Fotos zu machen. Photowalk nennt sich dieser Brauch, bei dem sich Hobbyfotografen treffen, um gemeinsam ihrer Leidenschaft zu frönen.
Das scheint auch einigen der U-Berg Gegner aufgefallen zu sein, denn wenig später stellten sie sich zwei der Hobbyknipser in den Weg und verlangten Einsicht in das Bildmaterial. Dagegen ist ebenfalls nichts einzuwenden, schließlich hat jeder Mensch das Recht auf das eigene Bild und konsequenterweise ebenso das Recht, einer Veröffentlichung (und sei es auch nur auf flickr) entgegenzuwirken.
Wo mir jedoch der Kragen platzt ist die Art und Weise, wie es geschah. Ungefähr ein halbes Dutzend Leute, gekleidet in schwarz und gut sichtbar lange Stöcke in den Händen haltend scharten sich um die zwei Fotografen und verlangten nach den Fotos. Blöderweise waren die Kameras analog, also ging da nichts. Es wurde die Herausgabe des Films verlangt. Gewalt lag in der Luft. Zum Glück ist nichts passiert, was wahrscheinlich nur an der Tageszeit und der Tatsache, dass es viele potentielle Zeugen gab, lag.
Das, liebe Leser, finde ich zum kotzen. Ich verabscheue rechte Schläger. Meine Einstellung ihren linken Kontrahenten gegenüber ist allerdings nicht anders. In meinen Augen sind das keine politisch motivierten Menschen. Sie sind nichts weiter als hirnlose, gelangweilte Brutalos die nichts weiter suchen als einen Vorwand, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Statt einer Fußballmannschaft ist dieser Vorwand eben das politische Spektrum.
Wundert es die Linke bei solchen Anhängern, dass sie in der Öffentlichkeit kaum besser dasteht, als ihr Gegenüber von der anderen Seite?
–Janus
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[...] die Kritik- und Analysefähigkeit ersetzen, der Dresscode also darüber entscheidet, ob einer auf die Fresse kriegt oder als “Guter” akzeptiert wird, lobend als vermeintliche Gegenbewegung zum [...]
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